Übung des Wasserrettungszug Bayern

Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung

24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr bereit

In der BRK Kreis-Wasserwacht Neu-Ulm sind die Helfer der Ortsgruppen Neu-Ulm, Senden sowie Illertissen in drei "Schnell­einsatz­gruppen Wasserrettung" organisiert. Diese bestehen aus jeweils ca. 25 Mitgliedern, darunter sind mehrere Rettungs­taucher, Motorbootführer, Signalmänner und Einsatzleiter.

Da die Helfer alle ehrenamtlich tätig sind, können grundsätzlich nicht immer alle Helfer zum Einsatz ausrücken. Je nach Abkömmlichkeit zum Zeitpunkt des Alarms, z.B. aufgrund ihrer auswärtigen Berufstätigkeit, stehen mindestens fünf, in der Regel acht bis zwölf Helfer pro "Schnell­einsatz­gruppe Wasser­rettung" zur Verfügung. Interes­sierte Helfer, vor allem vor Ort in der Nähe der Standorte Neu-Ulm, Senden und Illertissen, sind jederzeit willkommen!

Die "Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung" kommen zum Einsatz, wenn folgende Aufgaben zu erfüllen sind:

  • Rettung von Personen aus dem Wasser
  • Suche und Bergung von Ertrunkenen
  • Rettung ins Eis eingebrochener Personen
  • Bergung von Gütern, von denen eine Umweltgefahr ausgehen kann
  • Unterstützung des Landrettungsdienstes bei Großschadensereignissen oder im Katastrophenfall

Im Einsatzfall werden die Mitglieder der "Schnell­einsatz­gruppen Wasser­rettung" von der Integrierten Leistelle Donau-Iller über Funkmeldeempfänger (umgangssprachlich "Piepser") alarmiert. Sie besetzen daraufhin so schnell wie möglich ihre Einsatzfahrzeuge.

Bei Eintreffen am Einsatzort sind die Rettungstaucher und Wasserretter bereits mit Neoprenanzügen ausgerüstet und ihre technischen Gerätschaften sind bereit. So kann am Unfallort sofort mit der Rettung des Ertrinkenden oder der Suche nach einer bereits untergegangenen Person begonnen werden. Wenn nötig, wird ein Motorrettungsboot zu Wasser gelassen. Für die Suche mit Tauchern und mit Motor­booten sind die Helfer der BRK-Wasserwacht in speziellen Suchtechniken ausgebildet.

Für Einsätze im Winter steht den "Schnell­einsatz­gruppen Wasser­rettung" jeweils ein Eis­rettungs­schlitten zur Ver­fü­gung.

Als Zusatzausrüstung steht ein Schnelleinsatzzelt zur Ver­fü­gung, das in wenigen Minuten aufgeblasen ist. Es bietet im Verbund mit einer Zeltheizung, Beleuchtungs­sätzen und Notstrom­aggregaten auch bei langen Einsätzen einen warmes und trockenes Dach für die stark körperlich belasteten Rettungs­taucher. Ebenso können darin z.B. Leichtverletzte bei größeren Einsätzen des Land­rettungs­dienstes betreut werden.