Nachteinsatz zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei einer 24-Stunden-Übung

Jugendarbeit

Bei der Wasserwacht-Jugend steht die Kameradschaft ganz an erster Stelle. Unsere Kinder- und Jugendgruppen treffen sich jede Woche beim Schwimm­training. Zusätzlich findet jedes Jahr ein Rettungs­schwimm­wett­bewerb statt, bei dem sich die Kleinen und Großen in verschiedenen Rettungs­diszi­plinen und in Erster Hilfe messen können. Die meisten Ortsgruppen bieten besondere Freizeitaktivitäten an - vom Zeltlager über Skihütten bis zu Spaßfahrten ins Rutschen­paradies.

Schwimmtraining

Unser Schwimmtraining richtet sich an Kinder und Jugendliche jedes Alters. Wer bereits die Grundlagen des Brust­schwimmens sicher beherrscht, ist bei uns genau richtig. Für Nichtschwimmer bieten wir an verschiedenen Orten im Land­kreis Neu-Ulm Schwimmkurse an.

Im Training geht es gleich richtig los. Du lernst verschiedene Schwimmtechniken vom Kraul­stil bis zum Rückenschwimmen. Auch die Rollwende schreckt bald niemanden mehr ab. Dazu werden immer wieder Übungen zum Rettungs­schwimmen gemacht. Hier stehen Transport­griffe, Abschleppen, Anland­bringen von Verletzten, Tauch­übungen, Flossen­schwimmen und Schnorcheln auf dem Programm. Es ist also immer eine Menge Abwechslung geboten. Die Krönung der Trainingsabende sind die Schwimm- und Rettungs­schwimm­abzeichen.

Zusätzlich zum Schwimm­training werden regelmäßig Gruppenstunden angeboten. Hier geht es zum Beispiel zum Thema Erste Hilfe zur Sache - ein Thema, mit an das bei uns bereits die Jüngsten spielerisch herangeführt werden.

Wettbewerbe

Mit den Wettbewerben der BRK-Wasserwacht sollen die Kinder und Jugendlichen spielerisch an die Aufgaben eines Rettungsschwimmers herangeführt werden. Leistungs­bereitschaft, Wissen in Erster Hilfe, aber auch der Team­gedanke werden hier gefördert und gefordert. Mit der Vorbereitung zum Wettbewerb wird insbesondere die Winterzeit genutzt, um die Ausbildung der jungen Rettungsschwimmer zu intensivieren.

Automatisch werden die Kinder und Jugendlichen so auf die Ausbildungen der Aktiven vorbereitet. Beispielsweise wird schon durch das Schnorcheln und die Tauchringstaffel die Neugier auf die Ausbildung zum Rettungs­taucher geweckt. Die Ausbildung zum Rettungs­taucher ist die heraus­forderndste in der Wasser­wacht. Ebenso anspruchsvoll ist aber auch die Tätigkeit selbst. Hierfür werden dringend Interessierte Helfer gesucht. Der besonders Reiz dabei liegt in der Kombination von Technik, Sport unter Wasser und dem Gefühl der Schwere­losig­keit beim Tauchen. Rettungstaucher sind bei fast allen Einsätzen der Wasser­wacht unverzichtbar.
Durch planmäßiges und sinnvolles Training sollen die erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse ständig aufgefrischt und vertieft werden, um im Wasser­rettungs­dienst in Bädern und an freien Gewässern Menschen in Not gut vorbereitet helfen zu können.

Beim Andreas-Berger-Pokal wird im kameradschaftlichen Wettbewerb der Stand dieser Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse gemessen und demonstriert. Da der Dienst in der Wasser­wacht immer das Zusammenwirken mehrerer Helfer erfordert, werden die Rettungsschwimmwettbewerbe im Erwachsenen- sowie im Jugendbereich als Mann­schafts­wettbewerbe ausgetragen. Das stärkt Teamg­eist und Team­fähig­keit und Kameradschaft – Eigenschaften, die später im Einsatzfall besonders wichtig sind, um erfolgreich Hilfe leisten zu können.

Die Wettbewerbsinhalte für den schwimmerischen Teil des Jugendwettbewerbes wurden den Leistungsstufen des „Junior-Wasserretter“ entnommen. Das Konzept ist der rote Faden, der die Nachwuchs-Retter durch alle Altersstufen hindurch begleitet und auf die Zeit als aktive Helfer vorbereitet.

 

Freizeiten und Kameradschaft

Viele der Kinder und Gruppen­leiter würden sich mit Händen und Füßen wehren, wenn ihre Eltern einen Urlaub in der ersten Ferienwoche planen würden. Dann steht nämlich das große Zeltlager der Wasser­wachten Illertissen, Weißenhorn und Neu-Ulm an.

So hat fast jeder der Orts­gruppen ihr besonderes Event, auf das die Jugend das ganze Jahr hinfiebert. Hier ist es eine Skihütte, dort eine Iller-Tour mit vielen Schlauchbooten. Über Langeweile kann sich also niemand beklagen. Immer sind verantwortungsvolle und gut ausgebildete Gruppenleiter mit dabei.

Manchmal, wie im Fall des Sommerzeltlagers, bilden sich sogar Verbindungen über Ortsgruppe-Grenzen hinweg. Viele sind schon etliche Jahre dabei und kommen jedes Jahr wieder mit. Dabei entstehen dicke Freundschaften mit Leuten aus verschiedensten Orts­gruppen.

40 Wasserwacht-Helfer sorgen jeden Sommer dafür, dass die Technik reibungslos funktioniert, das Essen schmeckt und dass den Kindern und Jugendlichen ein spannendes Programm geboten wird. Spiel und Spaß stehen klar im Vordergrund. Schnitzeljagd und Nacht­wanderung begeistern die Teilnehmer aller Altersstufen. Der Zeltplatz liegt direkt neben einem Badesee, nicht zufällig natürlich. Bei schönem Wetter wird geschwommen, die Älteren lernen die Grundlagen des Rettungsschwimmens. Auch bei Regen kommt keine Langeweile auf. Dann wird das Bastelzelt belagert.