Reinhard-Berger-Tauchpokal des Bezirksverbands Schwaben in Sinningen

Baderegeln

Für mehr Sicherheit an unseren Seen

Bei Kindern unter 15 Jahren ist das Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen. Die BRK-Wasserwacht gibt Tipps, wie Sie bei Badeunfällen helfen können. Häufigste Ursachen: Unterkühlung und ohne Aufsicht am und im Wasser spielende Kinder.

Eine Unterkühlung löst auch bei geübten Schwimmern eine körperliche Kettenreaktion aus, die im Wasser vom Schwimm­versagen durch Muskel­ver­krampfungen bis hin zum Herzinfarkt führen kann. Nichtschwimmer geraten in Panik, sobald sie den Boden unter den Füßen verlieren oder sich in Wasserpflanzen verfangen. Durch das Anatmen von Wasser erleiden sie häufig einen Stimmritzenkrampf, der die Atmung und das Sprechen blockiert. Werden Sie Zeuge eines Badeunfalls, ist schnelles und richtiges Handeln gefragt.

Tipp 1: Baderegeln - die wichtigsten Regeln zur Unfallverhütung

  • Verlassen Sie das Wasser, sobald Sie frieren.
  • Springen Sie nicht überhitzt ins Wasser.
  • Lassen Sie Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt.
  • Gehen Sie nicht mit vollem oder ganz leerem Magen ins Wasser.
  • Schwimmen Sie nicht alkoholisiert oder unter Einfluss von Drogen.
  • Schwimmen sie weite Strecken nicht allein.
  • Springen Sie nur ins Wasser, wenn es tief genug ist und Sie sicher sind, dass sich keine Hindernisse unter Wasser befinden.
  • Meiden Sie sumpfige, stark bewachsene oder stark befahrene Gewässer.
  • Verlassen Sie das Wasser bei Gewitter, Starkregen, starker Strömung und starkem Wellengang.
  • Überschätzen Sie sich nicht.

Tipp 2: Hilfe holen und nur von einem sicheren Standort helfen

Bei einem Badeunfall sollten Sie in jedem Fall zunächst einen Notruf über die Nummer 112 veranlassen. Ein Ertrinkender gerät oft in Panik, schlägt unkontrolliert um sich und versucht, sich an jedem greifbaren Gegenstand fest­zu­halten – auch an seinem Retter. Wer nicht als Retter ausgebildet ist, sollte nicht ins Wasser gehen. Starten Sie eine Rettung wenn möglich immer vom Ufer aus. Werfen Sie dem Unfallopfer einen Rettungsring oder ein anderes schwimm­fähiges Hilfsmittel zu.

Rettungsschwimmen lernen bei der BRK-Wasserwacht

Tipp 3: Unterkühlung stoppen und Atmung wiederherstellen

Um die Unterkühlung auch im Sommer zu stoppen, ziehen sie dem Unfallopfer vorsichtig und ohne große Bewegung die nasse Kleidung aus und decken Sie es mit der Rettungsdecke aus dem Verbandkasten zu (silberne Seite nach innen). Rufen Sie den Rettungsdienst. Bei Bewusstlosigkeit kontrol­lieren Sie, ob die Person atmet. Ist dies der Fall, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage. Beobachten Sie immer wieder die Atmung. Bei Bewusst­losigkeit und nicht normaler Atmung beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wieder­belebung. Beginnen Sie hier ausnahms­weise mit der zweifachen Beatmung, dann geben Sie 30 Mal Druck­massage. Ein Sprung ins seichte Wasser oder ein Sturz, beispielsweise an der Wasser­rutsche, können Verletzungen an der Wirbelsäule zur Folge haben. Sollte die Person kein Gefühl in den Beinen haben, darf diese nicht bewegt werden. Warten Sie ab, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Tipp 4: Achten Sie besonders auf Kinder im Wasser

Behalten Sie Kinder im Wasser besonders im Blick. Eine weithin sichtbare und auffällige Kopf­bedeckung kann dabei helfen und bietet zusätzlichen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Besonders bei kleinen Kindern kommt es vor, dass sie bei­spiels­weise bei einem unbeabsichtigten Sturz ins Wasser einen Stimm­ritzen­krampf erleiden. Dabei können die Atemwege blockiert werden. Im Wasser kann dies zur Bewusstlosigkeit führen. Zeigt ein Kind keine Lebenszeichen, hat es einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Rufen Sie sofort den Rettungsdienst. Beginnen sie dann mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Beginnen Sie mit der zwei­fachen Beatmung, dann geben Sie 30 Mal Druck­massage. Sobald das Kind wieder atmet, muss es in die stabile Seitenlage gebracht und warm gehalten werden. Bleiben Sie solange bei dem Kind, bis der Notarzt eintrifft.